“Bonner Loch” wird bemalt, bevor es verschwindet (2017)

Seit den drei Jahrzehnten, die ich in Bonn lebe, wurde das “Bonner Loch” im Allgemeinen nur mit einem Naserümpfen erwähnt, als Schandfleck sozusagen. Stadtverwaltung und Kommunalpolitik, aber auch die Bonner Bürger haben es nicht vermocht, diesen Ort sinnvoll zu nutzen und auszugestalten. Er hätte nämlich hervorragende Möglichkeiten für kleiner kulturelle Ereignisse wie Theaterspiel, Musikdarbietungen, Gesprächsforen, Open-Air-Ausstellungen etc. geboten. Seine ideale Lage vor dem Hauptbahnhof hätte ihn zu einem attraktiven Ort der Begegnung machen können — wenn, ja wenn dazu Wille und Phantasie vorhanden gewesen wäre. So aber überließ man diesen Ort sich selbst und sozialen Randgruppen, um welche dann die Passanten vom und zum Hauptbahnhof einen großen Bogen machten. So entstand der allgemeine Wunsch, dass dieses “Loch” verschwinden solle. Der Wunsch geht nun demnächst in Erfüllung: Ein Beton-Klotz namens “Urban Soul” wird das “Bonner Loch” zum Verschwinden bringen. Zusammen mit der neuen Südüberbauung wird freilich auch der Bahnhofvorplatz de facto verschwinden. 

Zur Problematik des Bonner Bahnhofsvorplatzes siehe die Blog-Beiträge hier und hier.

Studenten der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft haben sich zum zweiten Mal um das “Bonner Loch” bemüht. Auf Initiative der Graffitikünstler Enya Schützelhofer und Elmo van der Poel wurden am 27. und 28. Mai 2017 Wände und Boden des Areals bemalt. Hier eine Serie von Fotos, die ich am 28. Mai machte. Der Verein Pro Bahnhofsvorplatz unterstützte die Aktion. 

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28. Mai 2017 gegen 11 Uhr: Das Werk ist noch nicht fertig

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Bonner Luftloch: In der Tat sorgte die freie Fläche bis zur Thomas-Mann-Straße für frisch Luft

IMG_1995.JPGTreppenaufgang rechts in Richtung Bonner Hauptbahnhof

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Die linke hintere Ecke des Bonner Lochs (vom Hbf aus gesehen)

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Nochmal der Aufgang rechts

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Übersicht: hinten die Ruine der Südüberbauung

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Passend zum Gebäudekomplex, der an dieser Stelle geplant ist: “Urban Soul”

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Öde Wände, an denen sich die Grafittikünstler austoben (nicht verewigen) können

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Eine faszinierende Komposition

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Der harte Kern der Aktionskünstler

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Blick von oben Richtung Hbf, den man nach der Überbauung dank “Urban Soul” in dieser Form nicht mehr haben wird

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Who is this? Die Idee des Künstlers wäre interessant (ich habe schon eine Assoziation)

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Abrissruine der Südüberbauung

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Anstelle der abgerissenen Südüberbauung kommt wieder ein Klotz mit denselben Außendimensionen, wenn gleich geringfügig vom Hauptbahnhof zurückgesetzt, sodass die Maximilianstraße enger wird

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Den blauen Himmel wird man von dieser Stelle aus nie mehr so schön sehen können wie jetzt

 

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Das Werk ist noch nicht vollendet

 

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Blick von oben

 

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Keine Ahnung, was das bedeuten soll

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Eine Hommage an unseren Verein: Pro Bahnhofsvoplatz Bonn e. V.

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Rechts unten: “Pro Bahnhofsvorplatz e. V.”

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Blickrichtung vom Bahnhof aus

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Ein freundliches Gespräch einer Künstlerin mit zwei Ordnungshütern

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Blick vom Bahnhof her

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Es wird weitergearbeitet …

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Das freundliche Gespräch dauert an – im Hintergrund Parkplatz Nordfeld

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